Montag, 4. Dezember 2017

aus der Nachbarschaft

Habichtstraße leuchtet – heller denn je
Ein Nachbarschaftsprojekt greift Raum


ONsuderwich-Bilder (11): Pokojski / Osthues
Leuchteten im letzten Jahr 12 Holz-Weihnachtsbäume in den Vorgärten einiger Anwohner der Habichtstraße, so „leuchtet“ in diesem Jahr nahezu die gesamte Habichtstraße. Es ist schon bemerkenswert, dass so viele Anwohner und Anrainer sich entschlossen haben, ihre Vorgärten in gleicher Weise vorweihnachtlich zu gestalten. Beidseitig beleuchtete Holztannen in drei unterschiedlichen Größen (1,35 m bis 2,45 m) erfreuen nicht nur die Anwohner, sondern auch viele Passanten und Spaziergänger, die sich von dem adventlichen Licht erwärmen lassen. Kinder begeistern sich für die Baumdekoration, zeigt sie doch in individueller Ausgestaltung mit Wichteln, Nussknackern und natürlich mit dem Nikolaus viele Motive, die Kinder mit Weihnachten verbinden. Die Bäume samt Dekoration wurden von einigen Nachbarn in Eigenarbeit erstellt (wir berichteten im letzten Jahr über diese Aktion). Dieses Projekt hat nicht nur die stimmungsvolle, vorweihnachtliche Ausgestaltung der Habichtstraße ermöglicht, sondern die nachbarschaftliche Gemeinschaft gestärkt: Auf der Habichtstraße erlebt man ein Stück „Suderwicher Verbundenheit“. Wer sich von der Wirkung und „ Leuchtkraft“ der knapp dreißig aufgestellten Bäume auf Weihnachten einstimmen lassen möchte, der sollte unbedingt in den frühen Abendstunden zu einem Spaziergang über die Habichtstraße aufbrechen und den Lichterglanz genießen.






Sonntag, 1. Oktober 2017

Suderwich in Pastell

St.- Johannes- Kirche

        
ONsuderwich-Zeichnung: Dirk Hoffmann
von Beate Kühn

Seit 1384 existiert die kath. Kirchengemeinde in Suderwich. Als die alte Kirche aus Backstein am »Alten Kirchplatz« abgebrannt war, wurde 1904 die St.-Johannes-Kirche an der Kirchstraße eingeweiht. Durch den Zuzug vieler Menschen aus Osteuropa, die im Bergbau arbeiteten und die überwiegend katholisch waren, war eine Kirche von größerem Ausmaß notwendig geworden. Die Kirche hat mit ihrem 75 Meter hohen Turm und dem 58 Meter langen und 17 Meter hohen Kirchenschiff einen imposanten, domartigen Charakter im neugotischen Stil. Der prächtige Hochaltar lenkt den Blick des Betrachters auf Reliefs mit Darstellungen aus dem Leben Jesu. Er ist ein Zeugnis münsterischer Holzbildhauerkunst. Die Seitenaltäre wirken kapellenartig und die Fenster mit der herrlichen Glasmalerei lassen die Kirche zu jeder Jahreszeit in einem wunderschönen Licht erstrahlen.

Montag, 11. September 2017

LeserInnenfoto


Herbstimpressionen
vom Schulbauernhof
von unserer Leserin
Irene Höflich

Unsere Leserin Irene Höflich hat heute
Nachmittag diese schönen Herbstimpressionen
mit ihrer Kamera auf dem Schulbauernhof
eingefangen. Dieser lädt übrigens am
kommenden Sonntag (17. September)
ab 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr an Zechenstr. 18
zum Hoffest ein.


Mittwoch, 2. August 2017

Freizeit

Bürgermeister besucht „Paulihausen“

Bürgermeister Christoph Tesche ließ sich von den Kindern durch die Werkstätten führen. ONsuderwich-Bild: Stadt RE
Alle Jahre wieder verwandelt sich die Bauspielfarm an der Lülfstraße für zwei Wochen in das autonome Dorf „Paulihausen“, das dann von Kindern zwischen sechs und 14 Jahren regiert wird. Bürgermeister Christoph Tesche besuchte Anfang August, das bunte Treiben vor Ort und stellte sich den Fragen der Kinder.
Ganz nach dem Vorbild einer echten Stadt gibt es in „Paulihausen“ einen Bürgermeister und eine eigene Währung, die „Paulis“. Das diesjährige Motto lautet „Freundschaft“ und zieht sich wie ein roter Faden durch jede der 16 verschiedenen Werkstätten, die von den Kindern im täglichen Wechsel besucht werden.




Freitag, 14. Juli 2017

Suderwich in Pastell

Alter Kirchplatz 



ONsüd-Panoramabild: Dirk Hoffmann (Grafik zum Vergrößern anklicken)

von Beate Kühn

Vor 1926 war Suderwich »Freie Gemeinde« im Landkreis Recklinghausen. Die »Kurze Straße« wurde in »Alter Kirchplatz« umbenannt. 1985 erfolgte die Umgestaltung des Platzes in sein jetziges Aussehen. Deutlich sind in der Pflasterung die Umrisse der alten Johannes-Kirche zu erkennen, die bis 1907 hier stand.

Als Erinnerung haben die Kolpingfamilie Suderwich und die Bürgervereine ein Kreuz aufgestellt, das aus der Künstlerwerkstatt Tönnissen in Kamen stammt. Am Ende des Alten Kirchplatzes fäIIt ein Brunnen ins Auge. Bei Ausschachtarbeiten zur Umgestaltung des Kirchplatzes wurde dieser Brunnen gefunden und restauriert. Er gehörte zu »Schröders Kotten«, einem Hof, der an dieser Stelle stand und 1907 ein Raub der Flammen wurde.


Montag, 10. Juli 2017

religiös

Suderwich meets Africa – und diesmal hier bei uns!

Sehr spontan, lebendig und wie es in Afrika auch nicht ungewöhnlich ist, bekam der Kabangwe-Kreis vor ein paar Tagen folgende Nachricht: Father Moses, der Pfarrer der Partnergemeinde von St. Barbara ist zu Besuch bei einem Mitbruder in Mailand und würde sich freuen, die Suderwicher in der nächsten Woche für einige Tage zu besuchen.
„So kurzfristig – bekommen wir das hin, was machen wir, wo schläft er?“ fragen wir Europäer. „Was für ein Glück, Italien liegt ja quasi in der Nachbarschaft von Recklinghausen, ich freue mich und bin gespannt auf euch“, denkt der Afrikaner. Der Kabangwe-Kreis hat sich gerne von der afrikanischen Mentalität anstecken und mitreißen lassen und wird nun also von Donnerstag, 13.7. bis Sonntag, 16.7. Father Moses in Suderwich willkommen heißen.
Am Samstag, 15.7. ist die ganze Pfarrei herzlich eingeladen, mit Father Moses um 18.00 Uhr die hl. Messe in St. Barbara zu feiern, in der Predigt Neues aus Kabangwe zu hören und vielleicht danach noch ein wenig mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Montag, 3. Juli 2017

Rund um die Emscher

RVR und Emschergenossenschaft besiegeln weitere Zusammenarbeit für das "Neue Emschertal"

Essen (idr). Das grüne Rückgrat der Metropole Ruhr weiter stärken: Das ist das Ziel der neuen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Emschergenossenschaft. Am kommenden Mittwoch, 5. Juli, setzen die Partner ihre Unterschrift unter den Vertrag.
Die bereits 2006 begonnene Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft "Neues Emschertal" soll fortgesetzt werden - mit neuen Themen und Projekten wie Emscherland 2020 oder Internationaler Gartenausstellung 2027. Geplant, gebaut und entwickelt wird im Raum zwischen der Emscherquelle in Holzwickede und der Mündung in Dinslaken. Die Basis der Kooperation bilden die beiden Masterpläne "Emscher Landschaftspark 2010" und "Emscher Zukunft".

Sonntag, 28. Mai 2017

Kunst

Suderwich in Pastell


ONsuderwich-Bild: Dirk Hoffmann
von Beate Kühn

Alte Wassermühle


Alte Dokumente belegen, dass der »Möllhof« (Mühlenhof) im 14. Jahrhundert als Mühlenbetrieb hier vorhanden war. In alten Kirchenbüchern, die seit dem 30jährigen Krieg existieren, werden ebenfalls schon die Familien Möllhof/Flögel erwähnt. In dieser Mühle wurde hauptsächlich Weizen zu Mehl verarbeitet. Das Mehl war zur Lebensmittelversorgung Suderwichs unbedingt notwendig. Links neben der Mühle ist noch ein altes oberschlächtiges Mühlrad zu sehen, das die Mühle antrieb. Rechts neben der Mühle befinden sich die alten Stauteiche, die bei Befüllung dafür Sorge trugen, dass ca. 6 Stunden am Stuck gemahlen werden konnte. Dann erst musste das Wasser wieder aufgestaut werden. Die Mühle war bis 1959 in Betrieb und wurde danach zu einer gemütlichen Kneipe umgebaut, die bis heute vielen Einheimischen, Spaziergängern und Radfahrern als romantische Raststätte dient.

Freizeit

Voller Erfolg: Naturfreibadfest am Wochenende bei Traumwetter

Über 1.000 Gäste erfrischen sich bei sommerlichen Temperaturen im kühlen Nass

Ein Teil des Teams der DLRG Recklinghausen mit seinen 360 Mitgliedern war in Suderwich auch präsent. 
In der Badesession übernehmen die ehrenamtlichen Helfer immer an den Wochenenden die Wache im Naturfreibad.
ONsuderwich-Bilder: Sebastian Pokojski
Bei über  30°C Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein konnten sich die Besucher des Naturfreibadfestes im gut zehn Grad kälteren Teich sicherlich eine Abkühlung verschaffen. Geladen hatten der Förderverein Naturfreibad und das Stadtsportamt in Zusammenarbeit mit den Suderwichern Bürgervereinen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marita Bergmaier (Foto unten) eröffnete die Veranstaltung am frühen Samstagnachmittag. Ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein wurde den Gästen geboten. Für das leibliche Wohlwar bestens gesorgt: Kuchenbüfett, Grillwurst, Bier, Wasser, Wein und sonstige Getränke ließen keine Wünsche offen. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt ausschließlich dem Naturfreibad zu Gute.
Eine Neuerung gibt es für das Naturfreibad Suderwich in diesem Jahr:
Das Nichtschwimmerbecken wird von jetzt an von der Firma Ökotech beheizt.







Dienstag, 2. Mai 2017

Rund um den Kirchort St. Barbara

Ungemütliches Wetter – gemütliche

Stimmung – Allwetterplanung greift



ONsuderwich Text & Fotos: Pokojski

Einmal musste es ja regnen! Nach 26 „trockenen“ Feierlichkeiten zum 1. Mai war das Wetter in diesem Jahr kalt und regnerisch. Und trotzdem fiel das Maifest am Kirchort St. Barbara nicht ins Wasser. Seit Jahren wird diese Traditionsveranstaltung nämlich als Allwetterfest geplant. So lief auch die Live-Musik der Band RE-vival.de von der überdachten Bühne, die in den vergangenen Jahren als Sonnenschutz diente. Zuschauer lauschten in regensicheren Pavillons, auch den Grills konnte der Nieselregen nichts anhaben. Attraktive Stände mit handwerklichen Erzeugnissen wurden ins Trockene verlegt. Der Cafebetrieb im Pfarrsaal wurde belebt durch Kinder, die auf ihren Riding Animals um die Tische flitzten. Und malen, um einen der begehrten Preise zu gewinnen, kann man nicht nur draußen. Mehr als 30 gespendete Torten fanden ihre Abnehmer und ließen das schlechte Wetter schnell vergessen. Die Stimmung drinnen und draußen macht die Organisatoren sicher, dass im nächsten Jahr die Besucherzahl - wie schon bei dieser Maifeier im Vergleich zum letzten Jahr - weiter steigen wird.   









Montag, 24. April 2017

Rund um die Emscher

Land fördert "Emscherland 2020" mit rund 20 Millionen Euro

Metropole Ruhr (idr). Mit mehr als 20 Millionen Euro fördert das Land das integrierte Handlungskonzept "Emscherland 2020", das die Emschergenossenschaft zusammen mit den Städten Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen entwickelt hat. Das Konzept baut auf den Planungen zur Bewerbung für die Landesgartenschau 2020 auf. Es soll den ökologischen Umbau der Emscher begleiten und zur Aufwertung von angrenzenden sozial benachteiligten Stadtteilen beitragen. Vorgesehen ist ein Gesamt-Investitionsvolumen in Höhe von 25,4 Millionen Euro.
Das Fördergebiet umfasst die nördlich und südlich an die Emscher angrenzenden Stadtteile von Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen. Fünf sogenannte Freiraum-Korridore sollen an die Naturflächen längs der Emscher angebunden werden, um die Aufenthaltsqualität bis in die Innenstädte zu verbessern.
ONsuderwich-Archiv-Bild: Sebastian Pokojski
Das Land unterstützt Projekte, die das Naturkapital der Emscher für Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung nutzen sollen. Geplant sind zahlreiche Maßnahmen, die von einem Natur- und Wasser-Erlebnis-Park im Osten bis zu einem außerschulischen Lernort im Westen reichen. Ein wichtiges Ziel des Konzeptes ist es, den Menschen aus den Stadtteilen über vielfältige Beteiligungsansätze und Beschäftigungsinitiativen die neuen Natur- und Erholungsräume näher zu bringen und erlebbar zu machen.
Die Förderung erfolgt über den Aufruf "Grüne Infrastruktur NRW" im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Samstag, 25. Februar 2017

Kunst


Suderwich in Pastell

Wir möchten unseren LeserInnen mit Beginn diesen Jahres Sehenswürdigkeiten und wichtigen Orte des Stadtteils Suderwich künstlerisch näherbringen. Im Laufe des Jahres folgen weitere von Dirk Hoffmann mit Softpastellkreide geschaffene Gemälde. Das erste Werk zeigt die Panoramaansicht vom Hochfeld auf die Skyline von Suderwich mit der St. Johanneskirche im Hintergrund.













Dienstag, 10. Januar 2017

Sternsingeraktion

Begeisterte Sternsinger trotzen Schnee und Eis 


Auch Lana, Finja und Nele sammelten letzten Samstag 
gemeinsam mit über 70 weiteren Kindern Spenden für
bedürftige Kinder.                     ONsuderwich-Bild: Pokojski
"Wir haben ganz schön gefroren, aber es war gut," so ein junger Sternsinger im Gottesdienst am Sonntag voller Überzeugung.
Am Samstag zogen 71 Sternsinger und 31 Begleiter mit dem Glockenläuten um 10.00 Uhr los, um den Menschen am Kirchort St. Barbara Gottes Segen zu bringen und Geldspenden für bedürftige Kinder in Kenia und weltweit zu sammeln. So wurden sie dem Motto der diesjährigen Sternsingeraktion gerecht: Segen bringen -Segen sein.
Die Kinder trafen auf viele freundliche Menschen, die ihnen die Türen öffneten, ihnen heißen Kakao anboten - und reichlich spendeten. Die Sternsinger sammelten den stolzen Betrag von 8.433, 75 € (mit Kollekte im Dankgottesdienst 8.661,07 €) ! Das war nicht nur mehr als im letzten Jahr, sondern das Ergebnis großen Engagements - trotz der widrigen Wetterumstände. Hut ab vor dieser tollen Leistung.

Montag, 28. November 2016

aus der Nachbarschaft

Gelebte Nachbarschaft - Gemeinschaftsprojekt bringt Habichtstraße zum Leuchten

Kleines Illuminationsprojekt unter Siedlerregie entsteht aus 10-jähriger Tradition





von Sebastian Pokojski (Text & Fotos)

Gut 30 beteiligte Siedler der Habichtstraße blicken auf eine lange, gemeinsame Geschichte zurück und engagieren sich für ein schöneres Umfeld in Suderwich. Bereits seit Jahren besteht auf der Habichtstraße ein Zusammengehörigkeitsgefühl der besonderen Art: Hier wird nicht nur am Straßenfest gefeiert, auch im Alltag funktioniert die Nachbarschaft gut. Gemeinsame Ausflüge, Nachbarschaftshilfe auf ganz unkonventionelle Weise und eben auch Projekte in Eigenregie lassen auf eine intakte Gemeinschaft schließen.



Rückblick: Vor 10 Jahren haben die Siedler der Habichtstraße und Anrainer eine mittlerweile jährliche Tradition zur Adventszeit verfestigt, zum Jahresausklang und zu Beginn der Weihnachtszeit in gemütlicher Runde bei Glühwein und heißen Würstchen zusammenzukommen. Es gab ein „Adventsfenster“, das reihum vor den Häusern aufgestellt wurde. Das mittlerweile in die Jahre gekommene Fenster wurde in diesem Jahr ersetzt. Die Gruppe beschließt den Bau von beleuchteten Holztannen, und das für 12 Familien. Und so machten sich die Männer aus der Nachbarschaft im Spätherbst ans Werk. Es wurden Ideen für die Gestaltung gesammelt, geplant und getüftelt, bis ein Prototyp fertig gestellt war. Daraufhin besorgte das Team Material für 12 Bäüme: insgesamt 400 Meter Holzbretter  wurden in Folge zurechtgeschnitten und geflämmt. 3.000 Schrauben wurden verarbeitet und pro Tanne für jeweils 200 LED- Lämpchen Löcher gebohrt. Die 12 fertigen Holztannen sind 2,15 Meter hoch und wiegen rund 50 Kilo. Da braucht es schon tatkräftigen Einsatz von einem eingespielten Team, das über Wochen bei Wind und Wetter an einem ordentlichen Ergebnis gefeilt hat.

So konnten die beleuchteten Holztannen pünktlich zum 1. Advent am letzten Wochenende aufgestellt werden  und erstrahlen jetzt in den Vorgärten der Habichtstraße - nicht nur für die Bewohner, sondern auch für Passanten und Spaziergänger, die sich an dem schönen Anblick erfreuen können. Natürlich wurde dies Ereignis langer Arbeit in gemütlicher Runde mit allen Beteiligten vor Ort gefeiert. Spaß dabei hatten nicht nur die Erwachsenen, auch die Kinder kamen auf ihre Kosten. 
Ein gelungenes Projekt, mit Vorbildcharakter, Nachahmung empfohlen. 











Montag, 7. November 2016

Rückblick und Vorschau

St. Martin in Suderwich
ONsuderwich-Zeichnung: Nele (5 Jahre)

Der Martinimarkt in Suderwich hat Tradition. Ebenso Tradition hat das Café im Pfarrheim St. Johannes, in dem sich Besucher des Marktes am letzten Wochenende bei Kaffee und Kuchen stärken konnten. Das Motto „Martini-Markt meets Afrika…“ hat viel mit dem beliebten Heiligen zu tun. Denn der Erlös aus dem Verkauf der gespendeten Torten und Kuchen geht auf direktem Weg an die Partnergemeinde St. Mary in Sambia. Der Kabangwe-Kreis gab gerne Auskunft über die Gemeindepartnerschaft. Wer Ruhe und Besinnung suchte, konnte die geöffnete St.-Johannes-Kirche erkunden, vielleicht neu entdecken und die Stille im Kirchenraum auf sich wirken lassen.
Das Familienzentrum St. Barbara lädt ein zur traditionellen St. Martinsfeier mit Laternenumzug
Herzlich eingeladen sind alle kleinen und großen Leute zur Martinsfeier des Familienzentrums St Barbara am Freitag, 11. November. Die Feier beginnt um 17.00 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der St. Barbara-Kapelle statt. Anschließend (gegen 17.30 Uhr) startet der Laternenumzug vom Pfarrheim aus, mit dabei ein Spielmannszug und der berittene St. Martin. Nach dem Umzug soll die Feier im Pfarrheim und Pfarrheiminnenhof gemütlich ausklingen. Die Verantwortlichen haben ein Lagerfeuer vorbereitet und reichen Glühwein, Tee, Kakao, Würstchen und Brezel.


Dienstag, 27. September 2016

tierisch


Verkehrte Welt - Igelnachwuchs im September

Die drei Kleinen sind jetzt  in einer Igelstation. Gefunden wurden sie auf einer Terrasse auf der Suderwicher Heide. Die Igelmutter hat ihren Nachwuchs dort "abgegeben". Sie war nicht mehr auffindbar. Die Jungen haben Dank Initiative engagierter Tierliebhaber jetzt eine Chance über den Winter zu kommen.
ONsuderwich-Bild: Pokojski

religiös

Einen neuen Aufbruch wagen


ONsuderwich- Text & Fotos: Pokojski

Im Leben müssen wir immer wieder aufbrechen, nichts bleibt so, wie es war. Ein griechischer Philosoph des Altertums hat es treffend ausgedrückt: Man steigt nie wieder in den gleichen Fluss. Alles ist im Fluss, Aufbrüche und Neuanfänge ziehen sich durch unser gesamtes Leben. Manchmal erfasst uns sogar eine regelrechte Aufbruchsstimmung. Im Grunde aber ist jeder Aufbruch auch ein Bruch in unserem Leben. Das, was war, ist nicht mehr. Vertrautes geht verloren, neue Aufgaben warten auf uns.
Auch in der Gemeinde St. Barbara brechen junge und alte Menschen immer wieder auf. Die Kindergartenzeit beginnt, die Kindheit endet, Schule und Beruf warten auf die jungen Gemeindemitglieder. Eine Partnerschaft führt vielleicht zur Ehe, eine andere scheitert möglicherweise. Der Ruhestand am Ende einer langen Arbeitszeit kann zur Herausforderung werden, die Seniorenzeit bietet neue Möglichkeiten und neue Freiheiten. In all diesen Lebenssituationen heißt es: zurücklassen, loslassen, aufbrechen.

Die Gemeinde St. Barbara hat den Abriss ihrer Kirche erleben müssen, bei zwei Fusionen waren viele Umbrüche in der Neu-Strukturierung des Gemeindelebens zu bewältigen, viele vertraute Gewohnheiten blieben auf der Strecke. Hinzu kommt, dass der akute Priestermangel zu einer pastoralen Unterversorgung geführt hat. Laien werden in Zukunft wohl mehr und mehr Aufgaben in der Gemeindearbeit übernehmen – müssen!

Bewegt durch diese Erkenntnisse hat sich in St. Barbara der Initiativ-Kreis Wort Gottes Feier etabliert, der in Wortgottesdiensten Gemeindeleben wieder neu erfahrbar machen will. Dieser Laien-Kreis hat am letzten Sonntag (25.September) in einer Wort Gottes Feier die Berufung Abrahams thematisch aufgearbeitet und auf das Gemeindeleben in St. Barbara heruntergebrochen. Verschiedene Gemeindegruppen haben ihren jeweiligen Aufbruch und ihre Berufung eindrucksvoll geschildert. Mit ausdrucksstarken Kinderbildern hat das Familienzentrum das erste Loslassen, das erste Loslösen vom Elternhaus vermittelt. Wie die Sternsinger unserer Gemeinde bei ihrer Sammelaktion für notleidende Kinder alljährlich aufgenommen oder in seltenen Fällen auch abgewiesen wurden, konnten die Teilnehmer der Feier in einem kindgerecht offenen Rollenspiel erfahren. In einem kleinen Schauspiel stellten die Messdiener unserer Gemeinde ihre Berufung zum Dienst am Altar dar. Der Kabangwe-Kreis trug bewegende Gebete aus Afrika vor, die Frauengruppe lud zu einer Meditation über eine Baumscheibe ein.



Die rund 80 Teilnehmer tauschten nach der atmosphärisch dichten Wort Gottes Feier bei Fingerfood und Getränken Eindrücke und Gedanken aus – und waren sich einig, dass diese Feier ein geglückter Start in eine hoffnungsvolle, von Laien getragene Gemeindearbeit war.

Freitag, 29. Juli 2016

Freizeit

Bürgermeister zu Gast in Paulihausen
 
ONsuderwich-Bild: Stadt RE
Ein autonomes Dorf mit eigenem Dorfrat mitten in der Stadt? Genau das gibt es in Recklinghausen. In „Paulihausen“ regieren in den Sommerferien Kinder zwischen sechs und 14 Jahren.

Seit drei Jahren gibt es Paulihausen und seit drei Jahren besucht Bürgermeister Christoph Tesche (M.) das Dorf auf dem Gelände der Bauspielfarm. Diesen Donnerstag stellte er sich den Fragen der Kinder und ließ sich die verschiedenen Werkstätten zeigen.

In diesem Jahr dreht sich in Paulihausen alles um das Thema Nachhaltigkeit. In der Recycling-Werkstatt wird aus Altem Neues gemacht, in vielen anderen Werkstätten noch sparsamer mit Produkten und Materialien umgegangen. Aber auch die Zirkus-Werkstatt und die Schreinerei gibt es in alter Tradition in diesen Ferien. Im Mittelpunkt stehen immer die Kinder, die sich einig sind, dass sie ihre Sommerferien im nächsten Jahr gerne wieder in Paulihausen verbringen möchten.